Sommer, Sonne, Sorgenfrei?
Der Guide für coole PfotenRocker
Ah, der Sommer! Die Zeit, in der wir Menschen uns in die Sonne werfen, als gäbe es kein Morgen. Unsere PfotenRocker, die mit einem fest eingebauten Pelzmantel ausgestattet sind, sehen das oft ein bisschen anders. Für sie ist der Sommer eher ein Spießrutenlauf zwischen Hitzschlag und fiesen Krabbeltierchen.
Aber keine Sorge! Mit diesem erweiterten Guide, der sich intensiv mit Vorsorge und den oft unterschätzten Folgen beschäftigt, wird der Sommer auch für Deinen Liebling im Fell, zur besten Zeit des Jahres.
- Die Hitze: Der Erzfeind des Pelzträgers
Das größte und gefährlichste Thema zuerst. Hunde und Katzen können nicht wie wir am ganzen Körper schwitzen. Sie regulieren ihre Temperatur hauptsächlich durch Hecheln (Hunde) und über die Pfotenballen. Das ist bei 30 Grad im Schatten so effektiv wie der Versuch, einen Waldbrand mit einer Wasserpistole zu löschen.
Für den Hund:
- Hitzschlag-Gefahr: Das ist kein Witz, sondern ein lebensbedrohlicher Notfall! Anzeichen sind extremes Hecheln, Apathie, ein torkelnder Gang, tiefrote oder blasse Schleimhäute, Erbrechen und Bewusstlosigkeit.
- Vorsorge – Vorausschauend handeln:
- Timing ist alles: Gassi-Runden gehören in die kühlen Morgen- und Abendstunden. Mittags nur kurz zum Lösen ins schattige Gras.
- Kühl-Gadgets: Kühlmatten, Kühlwesten oder ein nasses T-Shirt können Wunder wirken. Aber Achtung: Das Tier muss sich entziehen können, um nicht unterkühlt zu werden.
- Fellpflege: Entgegen dem Mythos «alles ab» schützt das Deckhaar vieler Rassen (z.B. Hütehunde) auch vor Sonne und Hitze. Die Unterwolle sollte aber gründlich ausgebürstet werden. Bei Rassen ohne Unterwolle kann eine Schur Erleichterung bringen. Fragen Sie Ihren Hundefriseur oder Tierarzt!
- Maulkorb-Wahl: Vermeiden Sie im Sommer unbedingt Maulkörbe aus Nylon, die das Hecheln einschränken. Ein gut sitzender Gittermaulkorb erlaubt freies Atmen und Trinken.
- Die Folgen – Wenn’s doch passiert:
- Ein Hitzschlag ist keine simple Überhitzung. Die unkontrolliert ansteigende Körpertemperatur führt zu einem Versagen der Organe. Gehirn, Leber und Nieren werden massiv geschädigt, es kann zu inneren Blutungen kommen. Selbst wenn das Tier die akute Phase überlebt, sind oft lebenslange Nieren- oder Leberschäden die Folge.
- Heißer Asphalt: Die Folge sind nicht nur «aua», sondern schmerzhafte Verbrennungen Grad 1 bis 2 an den Ballen. Die Haut löst sich ab, offene Wunden entstehen, die sich leicht infizieren und eine wochenlange, qualvolle Heilung bedeuten.
- Vorsorge – Vorausschauend handeln:
Für die Katze:
- Die Meisterin der Siesta: Katzen suchen sich instinktiv kühle Plätze. Unterstützen Sie sie dabei!
- Vorsorge – Vorausschauend handeln:
- Kühle Oasen schaffen: Bieten Sie Fliesenböden, eine kühle Badewanne oder ein feuchtes, auf den Boden gelegtes Handtuch an. Ein in ein Handtuch gewickelter, gekühlter (nicht gefrorener!) Kühlakku im Körbchen wird oft dankbar angenommen.
- Wohnung kühl halten: Tagsüber Vorhänge oder Rollläden schließen.
- Trink-Motivation: Mehrere Wassernäpfe, ein Trinkbrunnen oder ein Tropfen Thunfischsaft/ungesalzene Hühnerbrühe im Wasser können wahre Wunder wirken.
- Kippfenster-Falle: NIEMALS ein Fenster gekippt lassen, wenn die Katze allein ist. Die Alternative sind stabile Fenstersicherungen oder Netze.
- Die Folgen – Wenn’s doch passiert:
- Dehydration: Chronischer Wassermangel belastet die Nieren extrem. Besonders bei älteren Katzen oder Tieren mit vorbelasteten Nieren kann dies zu einem akuten Nierenversagen führen.
- Kippfenster-Syndrom: Rutscht die Katze in den Fensterspalt, quetscht sie sich die inneren Organe und die Blutzufuhr zu den Hinterbeinen ab. Die Folge sind oft Lähmungen, schwerste innere Verletzungen oder ein qualvoller Tod.
- Vorsorge – Vorausschauend handeln:
- Krankheiten & Plagegeister: Die ungeladenen Sommergäste
Der Sommer ist die Hauptsaison für alles, was krabbelt, sticht und Krankheiten überträgt.
- Vorsorge – Vorausschauend handeln:
- Der goldene Regel: Eine ganzjährige, lückenlose Parasitenprophylaxe ist der beste Schutz. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten, welches Mittel (Spot-on, Halsband, Tablette) für den Lebensstil und die Gesundheit Ihres Tieres am besten geeignet ist. Vorbeugen ist IMMER günstiger und stressfreier als behandeln!
- Tägliche Kontrolle: Machen Sie das Absuchen nach Zecken zu einem abendlichen Kuschelritual.
- Die Folgen – Wenn’s doch passiert:
- Zeckenbiss: Die Folge ist nicht der Biss, sondern die übertragenen Krankheiten. Babesiose zerstört die roten Blutkörperchen und führt unbehandelt oft zum Tod. Borreliose kann zu chronischen, schmerzhaften Gelenkentzündungen (Arthritis) führen, die das Tier ein Leben lang begleiten.
- Flohbefall: Ein Floh ist nicht nur lästig. Massiver Befall kann bei Welpen oder kleinen Tieren zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut (Anämie) führen. Zudem lösen sie oft eine Flohspeichelallergie mit massivem Juckreiz und Hautentzündungen (Hot Spots) aus. Und als Bonus übertragen sie auch noch Bandwürmer.
- Reisekrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm): Diese durch Sand- und Stechmücken übertragenen Krankheiten sind tückisch. Die Leishmaniose ist nicht heilbar und erfordert eine lebenslange, teure Therapie. Der Herzwurm siedelt sich im Herzen und den Lungengefäßen an und die Behandlung ist riskant und langwierig.
- Verletzungsgefahren: Wo der Spaß ein Loch hat
- Vorsorge – Vorausschauend handeln:
- Grill-Zone: Richten Sie eine Tabu-Zone um den heißen Grill ein. Haben Sie tiergerechte Leckerlis parat, um dem bettelnden Blick standzuhalten.
- Wasserrettung: Auch für Hunde gibt es Schwimmwesten! Besonders auf Booten, an Gewässern mit Strömung oder für unsichere Schwimmer sind sie eine Lebensversicherung.
- Grannen– die wirklich fiesen Widerhaken: Die kleinen, borstigen Teile von Getreideähren sind eine unterschätzte Gefahr. Sie bohren sich in die Haut (besonders zwischen den Zehen), in Ohren, Nase oder Augen und wandern durch den Körper, wo sie schwere Entzündungen verursachen. Nach jedem Spaziergang durch Wiesen und Felder: Fell und Pfoten gründlich kontrollieren!
Der Feind im Detail: Die Granne – Ein fieser kleiner Speer der Natur
Weil dieses Thema so wichtig und oft missverstanden wird, widmen wir der Granne einen eigenen Abschnitt.
- Was ist eine Granne ganz genau? Stellen Sie sich einen winzigen, trockenen Pflanzenteil vor, der wie ein Pfeil mit Widerhaken geformt ist. Botanisch korrekt ist es der borstige Fortsatz am Ende der Hülse (Spelze), die das Samenkorn von Gräsern und Getreide umschließt. Wenn die Wiesen im Sommer trocknen, lösen sich diese kleinen «Speere» von der Mutterpflanze und warten nur darauf, sich an einem vorbeistreifenden Fell festzuhaken.
- Woher kommen die? Überall, wo Gräser wachsen und im Sommer trocknen. Die Hauptverdächtigen sind die Ränder von Feldern, hohe Wiesen, Wegesränder und sogar ungepflegte Grünstreifen in der Stadt. Eine besonders häufige und aggressive Art ist die sogenannte «Mäusegerste», die fast überall wuchert.
- Das teuflische Prinzip der Granne Ihre Gefahr liegt in ihrer Konstruktion. Die feinen, nach hinten gerichteten Widerhaken erlauben es der Granne, sich nur in eine Richtung zu bewegen: vorwärts. Einmal in der Haut, im Ohr oder in der Nase, verhindert jeder Versuch des Tieres, sie durch Schütteln oder Lecken loszuwerden, dass sie herauskommt. Stattdessen arbeitet sie sich mit jeder Bewegung des Tieres tiefer ins Gewebe hinein. Sie kann buchstäblich durch den Körper wandern und dabei schwere Entzündungen und Abszesse verursachen.
- Kann ich eine Granne selbst entfernen? (Die entscheidende Frage!)
- Hier müssen wir ganz klar unterscheiden. Die Antwort lautet: JA, ABER NUR UNTER BESTIMMTEN BEDINGUNGEN!
- Wann Sie es selbst versuchen können:
- Die Granne ist VOLLSTÄNDIG Sie steckt nur oberflächlich im Fell oder hat die Haut gerade erst durchstochen, und das Ende ragt noch deutlich heraus. Sie befindet sich an einer unkomplizierten Stelle, z. B. im Fell am Rücken oder an der Flanke. Wie Sie dabei vorgehen: Benutzen Sie eine gute, saubere Pinzette. Fassen Sie die Granne so nah wie möglich an der Haut und ziehen Sie sie langsam, aber bestimmt und gerade heraus – genau in die entgegengesetzte Richtung, in die sie eingedrungen ist. Kontrollieren Sie unbedingt, ob Sie die ganze Granne erwischt haben (die Spitze darf nicht abgebrochen sein!). Desinfizieren Sie die kleine Wunde anschließend und beobachten Sie die Stelle in den nächsten Tagen.
- Wann Sie SOFORT zum Tierarzt müssen (KEINE Experimente!):
- Die Granne ist bereits tief eingedrungen und Sie sehen nur noch ein kleines Loch oder gar nichts mehr. Die Stelle ist bereits geschwollen, gerötet oder eitert. Dies ist ein klares Zeichen, dass die Granne schon wandert und eine Entzündung verursacht. Die Granne steckt im Ohr: Ihr Tier schüttelt unentwegt den Kopf, hält ihn schief, kratzt sich panisch am Ohr und ist schmerzempfindlich. Gefahr: Die Granne kann das Trommelfell perforieren! Die Granne steckt in der Nase: Ihr Tier bekommt eine plötzliche, heftige Niesattacke, die nicht mehr aufhört. Oft ist der Ausfluss aus dem betroffenen Nasenloch blutig. Die Granne steckt im Auge: Das Auge ist gerötet, tränt stark, Ihr Tier blinzelt oder kneift es zu. Gefahr: Die Granne kann die Hornhaut schwer verletzen und hinter den Augapfel wandern! Die Granne steckt in der Pfote: Ihr Tier humpelt plötzlich, leckt sich intensiv eine Stelle (meist zwischen den Zehen) und die Pfote schwillt an. Oft bildet sich eine kleine, nässende Öffnung (Fistel). In all diesen Fällen ist der Tierarzt Ihr einziger Ansprechpartner. Er kann mit speziellen Instrumenten (Otoskop, feine Zangen) und oft unter einer leichten Narkose die Granne sicher und vollständig entfernen, bevor sie weiteren Schaden anrichtet. Jeder eigene Versuch in diesen Bereichen macht es nur schlimmer!
- Die Folgen – Wenn’s doch passiert:
- Gegrillte Knochen: Splitternde Knochen können die Speiseröhre, den Magen oder den Darm perforieren. Die Folge sind innere Blutungen, eine lebensgefährliche Bauchfellentzündung und eine Not-Operation mit ungewissem Ausgang.
- Blaualgen: Die Aufnahme von mit Blaualgen (Cyanobakterien) verseuchtem Wasser führt zu akutem Leberversagen und neurologischen Ausfällen. Oft tritt der Tod innerhalb von Stunden ein. Hier zählt jede Minute.
- Grannen: Eine wandernde Granne ist wie ein Geschoss im Körper. Sie verursacht tiefe Abszesse, die chirurgisch entfernt werden müssen. Gelangt sie in die Lunge, kann sie eine schwerste Lungenentzündung oder einen Lungenkollaps verursachen.
- Aktivitäten: So wird der Sommer zum Hit (statt zum Hitzschlag)
- Vorsorge – Vorausschauend handeln:
- Gehirnjogging statt Marathon: An heißen Tagen sind Suchspiele, Intelligenzspielzeug oder das Erlernen neuer Tricks eine fantastische Möglichkeit, einen Hund geistig auszulasten, ohne ihn körperlich zu überfordern.
- Eiszeit: Frieren Sie einen Kong mit Joghurt und Obst oder eine Schüssel mit Wasser und ein paar Leckerlis ein. Das sorgt für langanhaltende, kühle Beschäftigung.
- Sicherer Freigang: Ein gesicherter Balkon («Catio») ist für Wohnungskatzen die perfekte Möglichkeit, Sonne und frische Luft zu genießen, ohne den Gefahren des ungesicherten Freigangs ausgesetzt zu sein.
- Die Folgen – Wenn’s doch passiert:
- Überforderung: Zu viel Action in der Hitze führt nicht nur zum Hitzschlag, sondern auch zu Kreislaufkollaps und Dehydration.
- Wasserintoxikation: Ja, das gibt es! Wenn ein Hund beim Spielen im Wasser (z.B. ständiges Apportieren aus dem See) zu viel Wasser schluckt, kann das den Elektrolythaushalt des Körpers lebensgefährlich durcheinanderbringen.
Fazit: Der Sommer mit Hund und Katze ist eine wunderbare Zeit, wenn man die Spielregeln der Natur beachtet und die Risiken kennt. Vorausschauende Planung und konsequente Vorsorge sind der Schlüssel. Denken Sie immer daran: Ihr Tier trägt einen Wintermantel und verlässt sich auf Ihren kühlen Kopf.
In diesem Sinne: Einen fantastischen, sicheren und vor allem gut vorbereiteten Sommer für Sie und Ihre Fellnasen!
PfotenRocker im Herbst: Was Du jetzt wissen solltest
Die Tage werden kürzer, die Blätter bunter, und Dein PfotenRocker schüttelt sich morgens auf der Wiese eine Extraportion Tau aus dem Fell. Der Herbst bringt ein paar Themen mit sich, die es sich lohnt, rechtzeitig anzugehen – von der Sicherheit beim Gassigehen bis zur Frage, ob Dein PfotenRocker jetzt einen Mantel braucht. Hier kommt der PfotenRocker-Herbst-Guide.
Kürzere Tage, dunklere Wege
Ab September wird es abends – und morgens – spürbar früher dunkel. Für Deine Gassi-Runden heißt das: umdenken.
- Sichtbar machen statt unsichtbar bleiben: Ein Halsband oder Geschirr mit Reflektoren, zur Not auch ein kleines LED-Lichtchen zum Anclipsen, macht Deinen PfotenRocker für Autofahrer:innen und Radler:innen in der Dämmerung überhaupt erst erkennbar. Auch für Dich selbst lohnt sich eine helle Jacke oder eine Stirnlampe.
- Feste Zeiten neu denken: Wenn die letzte Gassi-Runde plötzlich im Dunkeln stattfindet, wechsle wenn möglich auf gut beleuchtete, bekannte Strecken statt auf den unbeleuchteten Feldweg.
- Wildwechsel im Blick behalten: Im Herbst sind viele Wildtiere in der Dämmerung besonders aktiv. Ein Blick auf die Leine schadet in unübersichtlichem Gelände nicht.
- Rutschgefahr durch nasses Laub: Laubteppiche sehen hübsch aus, können aber genauso rutschig sein wie Glatteis – besonders auf Wegen mit Gefälle oder an Treppenstufen im Park.
Kleiner Tipp: Wenn Du ohnehin protokollierst, wann und wo Ihr unterwegs wart, hilft Dir das auch beim Herbst-Umdenken – im PfotenRocker-Gassi-Tracker lässt sich das ganz nebenbei festhalten.
Der große Fellwechsel: Sommerfell ade
Viele PfotenRocker werfen im Herbst ihr Sommerfell ab, um Platz für ein dichteres Winterfell zu machen. Das bedeutet für Dich: mehr Fellbüschel auf dem Sofa, mehr Bürsten, mehr Staubsaugen.
- Regelmäßig bürsten löst abgestorbene Unterwolle, bevor sie sich verfilzt, und regt gleichzeitig die Durchblutung der Haut an. Bei Hunden mit dichter Unterwolle (z. B. Golden Retriever, Schäferhund) lohnt sich in dieser Zeit ruhig jeden zweiten Tag ein kurzer Bürsten-Termin.
- Baden nur bei Bedarf: Zu häufiges Baden trocknet die Haut aus und kann den Fellwechsel eher erschweren als erleichtern.
- Ernährung mitdenken: Fell besteht zu großen Teilen aus Eiweiß – in fellwechsel-intensiven Zeiten freut sich Dein PfotenRocker über eine besonders hochwertige, eiweißreiche Fütterung. Auch ein paar Tropfen Öl (z. B. Lachsöl) können glänzendes Fell unterstützen.
- Katzen putzen sich selbst – aber auch bei ihnen sammelt sich beim Fellwechsel mehr Haar im Magen als sonst. Regelmäßiges Bürsten reduziert das Risiko von Haarballen spürbar.
Braucht mein PfotenRocker jetzt einen Mantel?
Die ehrliche Antwort: kommt darauf an, wen Du fragst – und vor allem, wen Du zu Hause hast.
- Kurzhaarige, kleine oder sehr schlanke Hunde (z. B. Chihuahua, Windhund-Typen, French Bulldog) frieren bei Herbstregen und Wind deutlich schneller als dickfellige Rassen. Ein wasserabweisender Regenmantel ist hier weniger Mode-Statement als praktischer Kälteschutz.
- Senioren und kranke PfotenRocker – egal welcher Rasse – regulieren ihre Körpertemperatur oft schlechter. Auch hier kann eine leichte Regenjacke im Dauerregen sinnvoll sein.
- Dickfellige Rassen mit viel Unterwolle brauchen in aller Regel keinen Mantel – im Gegenteil, zu warme Kleidung kann hier sogar unangenehm werden.
- Katzen tragen für gewöhnlich keine Kleidung im Freien – und die allermeisten würden das auch energisch kommentieren.
Der beste Test: Beobachte Deinen PfotenRocker beim Spaziergang. Zittern, eingezogene Rute, Unlust weiterzulaufen sind klare Signale, dass es Zeit für zusätzlichen Schutz wird – unabhängig davon, was gerade als Trend im Hundeladen hängt.
Nass geworden? Richtig abtrocknen
Herbstregen und Pfützen gehören einfach dazu – wichtig ist, was danach passiert.
- Handtuch bereithalten: Ein (oder mehrere) Handtücher direkt am Eingang sparen Nerven und schützen Sofa und Boden. Bei dichtem Unterfell lohnt sich gründliches Rubbeln, damit die Feuchtigkeit nicht tagelang im Fell gefangen bleibt.
- Pfoten kontrollieren: Nach jedem Spaziergang lohnt ein kurzer Blick zwischen die Zehen – kleine Steinchen, Split oder aufgeweichte, wunde Stellen fallen so schnell auf.
- Ohren nicht vergessen: Besonders Hunde mit Schlappohren sollten nach nassen Runden auch an den Ohren kurz trockengerubbelt werden, um Feuchtigkeit im Ohrkanal – und damit Entzündungen – vorzubeugen.
- Zecken-Check trotz Herbst: Auch wenn es kälter wird, sind Zecken bis in den späten Herbst hinein aktiv. Ein kurzes Absuchen nach dem Trockenrubbeln gehört weiterhin zur Routine.
Herbstliche Erkältungen erkennen
Ja, auch PfotenRocker können sich erkälten – vor allem, wenn sie nass und ausgekühlt nach Hause kommen und es drinnen dann zu zugig ist.
Mögliche Anzeichen:
- Niesen, laufende Nase oder Husten
- Vermehrtes Gähnen oder Müdigkeit
- Weniger Appetit als sonst
- Leicht angestrengte Atmung
Was hilft:
- Für einen warmen, zugfreien Schlafplatz sorgen
- Nach nassen Runden zügig und gründlich abtrocknen (siehe oben)
- Ausreichend Ruhe gönnen, statt das übliche Sportprogramm durchzuziehen
- Bei anhaltenden oder sich verschlechternden Symptomen (mehr als ein, zwei Tage, Fieber, starke Mattigkeit) den Tierarztbesuch nicht aufschieben
Manche PfotenRocker-Eltern schwören in der Erkältungszeit zusätzlich auf unterstützende Kräuter wie Kamille – mehr dazu (inklusive Dosierung und Fütterungsverlauf) findest Du im PfotenRocker-Kräuter-Begleiter.
Kurz zusammengefasst
Der Herbst verlangt Deinem PfotenRocker (und Dir) ein bisschen Umgewöhnung ab: sichtbar bleiben in der Dämmerung, dem Fellwechsel mit Bürste und guter Fütterung begegnen, ehrlich einschätzen, ob ein Mantel wirklich nötig ist, nach jedem Regenspaziergang gründlich abtrocknen – und bei den ersten Anzeichen einer Erkältung lieber einmal zu aufmerksam als zu entspannt sein.
Wenn Du magst, halten Dir die anderen PfotenRocker-Helfer den Rücken frei: der Gassi-Tracker für die Herbstrunden, der Kräuter-Begleiter für die natürliche Unterstützung und der Notfall-Begleiter, falls doch mal mehr als nur eine Erkältung ansteht. Alle findest Du auf PfotenRocker.com.
Dein Astrid
Unsere PfotenRocker-Begleiter
Notfall-Begleiter:
Alles Wichtige für schnelle Hilfe griffbereit.
Jahres-Begleiter:
Für ein gesundes und glückliches Zusammenleben.
Kräuter-Begleiter:
Sanfte Unterstützung aus der Natur für Pfotenrocker.